Freitag, 23. November 2012

Strahlenschutz


Aufgabe des Strahlenschutzes

Reduktion der Strahlendosis für den Patienten
  • Vermeidung unnötiger Röntgenaufnahmen
  • Minimierung der Durchleuchtungszeit
  • optimale Belichtungstechnik und Einblenden der Zielregion
  • Verwendung von Bleiabdeckungen für den Patienten
  • Ab einen Alter von 60 Jahren schreibt der Gesetzgeber keinen Schutz bei Patienten mehr vor

Abstand halten
  • Die Verdopplung des Abstands reduziert die Strahlenbelastung auf ein Viertel
Abschirmung
  • Tragen von Schutzkleidung (Röntgenschürze, bei längerer Durchleuchtung Schilddrüsenschutz und Schutzbrille)
  • Verwendung von Bleiabdeckungen für den Patienten (senkt die Streustrahlung)
  • hinter die Wand gehen, welches aus Glas mit Bleianteilen besteht
Aufenthaltsbegrenzung
  • Minimierung der Durchleuchtungszeit
Der Strahlenschutz hat die Aufgabe vor zu hoher Strahlenbelastung zu schützen, von denen aus Geschwüre entstehen können und beim Mann zu zur Impotenz führen können.









Röntgen, Röntgenverfahren



Röntgenverfahren


Röntgen
  • Das Röntgen ist eine Möglichkeit eventuelle Frakturen oder Knochenfehlstellungen zu erkennen 
  • Außerdem kann man mit Hilfe eines  Iod- oder bariumhaltiges Kontrastmittel verschiedenste Organe, wie zum Beispiel die Nieren, Speiseröhre und Harnwege sichtbar machen.
  • Es ist auch eine Orientierung bei chirurgischen Eingriffen (z.B. um die Lage von Knochen, Implantaten, Herzschrittmachern, überprüfen)

Röntgendurchleuchtung

  • Durch die dynamische Bilddarstellung können funktionelle Vorgänge über einen kurzen Zeitraum hinweg beobachtet werden
  • Um bestimmte Organe sichtbar zu machen wird auch hier ein Kontrastmittel benutzt
  • Anwendungsbeispiele sind: 
o   Diagnostik im Bereich des Magen-Darm-Trakts,
o   Angiographie (Positionierung eines Katheters),
o   Darstellung intrathorakaler Organbewegungen (Mediastinum, Zwerchfell)


Mammographie

  • Bei der Mammographie wird speziell von der Brust Röntgenaufnahmen gemacht, dies kann sowohl bei Frau und Mann gemacht werden
  • Diese Methode wird durchgeführt, um Brustkrebs rechtzeitig bei dem Patienten zu erkennen

Computertomographie

Ein CT lässt sich im Prinzip für alle Körperteile beziehungsweise Organe nutzen. Bei der Computertomographie wird der Patient nicht von oben geröntgt, sondern „in Scheibchen geschnitten“.
  • Kopf: Blutungen, Schlaganfall, Schädelbasisfrakturen, Hirntumoren
  • Knochen: Komplizierte Brüche, zum Beispiel des Beckens, der Wirbelsäule, der Gelenke, sowie Bandscheibenvorfälle, außerdem Tumoren und deren Tochtergewulsten (Metastasen)
  • Lunge: Lungenkrebs, Metastasen, Lungenentzündung
  • Abdomen: Leberentzündung, Leberzysten, Leberkrebs, Lebermetastasen
  • Magen, Darm: Abzesse bei Morbus Crohn, größere Tumoren sowie Tumoren im Enddarmbereich, Ausbreitungsdiagnostik von Tumoren im Bereich der Speiseröhre
  • Gefäße: Akute Blutungen nach Unfällen oder Aneurysmen

Aufgaben des GKP´s bei der Vorbereitung zum Röntgen

  • Beim Röntgen sollte darauf geachtet werden, dass z.B. Schmuckgegenstände die zu röntgende Stelle nicht verdecken
  • Bei der Diagnostik von Nieren, Galle und Magen-Darm-Trakt muss der Patient nüchtern sein, sowie bei der Computertomographie
  • Die GKP muss demzufolge darauf achten, bzw. den Patienten darauf hinweisen nüchtern zu bleiben. Zudem muss der Patient eventuell von der GKP beim Röntgenvorgang gehalten werden
  • Es wird auch von der GKP ein Röntgenbescheid fertiggestellt, auf den der Arzt auch nähere Beschreibungen macht, wo und was geröntgt werden soll










Pilates


Pilates


Was ist Pilates?

      ·         Dehn- und Kräftigungstraining
·         hauptsächlich die Muskulatur des Rumpfes wird gestärkt
·         ausgehend von der Körpermitte soll ein starkes Zentrum („Powerhouse“) gebildet werden
·         synchron zu den Bewegungen erfolgt eine bewusste Brustatmung
·         neben der spielt die genaue Körperwahrnehmung eine große Rolle
·         auffallende Ähnlichkeiten zum Hatha-Yoga

Ursprung

      ·         Erfinder ist Joseph Hubert Pilates (geb. 1883 in Mönchengladbach)
·         beschäftigte sich in seiner Jugend schon mit Trainingsmethoden
·         → neben Gymnastik, Bodybuilding und Skifahren auch Yoga und Zen-Meditationen
·         Pilates war Taucher, Turner, Profiboxer und Zirkusartist
·         entwickelte Trainingsmethoden („Contrology“)
·         1923 wanderte nach New York und eröffnete dort sein erstes Studio

Für wen ist Pilates geeignet?

      ·         Sportler, auch nach Verletzungen infolge einseitiger Bewegungen
·         Künstler wie Tänzer, Schauspieler oder Musiker deren ihre Haltung wichtig ist
·         Menschen mit chronischen, haltungsbedingten Rückenschmerzen
·         ältere Menschen, die beweglich bleiben wollen
·         allgemeine Verbesserung der Fitness

Wann ist Pilates nicht geeignet?

      ·         bei Entzündungen jeglicher Art
·         nach kürzlichen Knochenbrüchen
·         akuten Bandscheibenvorfällen
·         frischen Operationen
·         Schwangerschaft
·         während akuten Infekten und Erkältungen
·         bei Unwohlsein und vollem Magen


Powerhouse-Prinzip

      ·         Zentrum des Pilates-Training ist das „Powerhouse“
·         vor allem Körpermitte soll trainiert werden
·         eine stabile Körpermitte ist die Grundlage für kontrollierte Bewegung
·         es werden besonders die tiefliegenden Muskeln angesprochen




Grundprinzipien

      ·         Entspannung
·         Konzentration
·         Atmung
·         Zentrierung
·         Präzision
·         Kontrolle
·         Fließende Bewegung


Freitag, 12. Oktober 2012

Sturzprophylaxe


Sturzprophylaxe

Als Sturzprophylaxe bezeichnet man alle Maßnahme um Stürze vorzubeugen. Viele Maßnahmen führen wir unbewusst aus. Doch besser ist es die Sturzprophylaxe bewusst durchzuführen die Sicherheit des Patienten zu gewährleisten.

Sturzursachen

  • Plötzliche Erkrankungen wie Herzinfarkt, apoplexischer Insult
  • Störung der Körperhaltung
  • Verzögerung des Balancereflexes
  • Plötzlicher Bewusstseinsverlust
  • Sehstörungen
  • Verwirrtheitszustände
  • Psychische Veränderungen
  • Benommenheit und Unruhezustände durch Medikamente
  • Stolperfallen
  • Zu lange Kleidung
  • Schlecht sitzende Schuhe
  • Veränderungen im Krankenzimmer

Gefährdete Patienten

  • Alter über 70 Jahre
  • Medikamente
  • Weibliche
  • Reduzierter Allgemeinzustand
  • Behinderte
  • Immobile und Inaktive
  • Post-Fall-Syndrom

Post-Fall-Syndrom

Personen die bereits einmal gestürzt sind, entwickeln eine Sturzphobie. In diesem Fall spricht man von dem Post-Fall-Syndrom. Die Angst erneut zu stürzen vermeiden es die Personen sich im großen Ausmaß zu bewegen. Dies führt unter anderem zur Verschlechterung des Bewegungsablaufs.

Ziele der Sturzprophylaxe

  • Patienten die Angst vor Bewegung zu nehmen
  • Sicherheit geben
  • Pflegerische Maßnahme
  • Motivation zur Bewegung
  • Geplante Mobilisation
  • Allgemeine Bewegung
  • Polsterung von Hüftknochen
  • „Sturztraining“ Anleitung zum Verhalten bei Schwindel
  • Rufanlage, um Gehen in Begleitung zu ermöglichen

Kontrakturprophylaxe


Kontrakturprophylaxe

Um Kontrakturen bei bettlägerigen Patienten vorzubeugen wird die Kontrakturprophylaxe eingesetzt. Der erste Maßnahme der Kontrakturprophylaxe ist es sich bewusst zu machen wie wichtig die diese Prophylaxe ist. Denn eine bereits aufgetretene Kontraktur bleibt für den Rest des Lebens.
Definition Kontraktur
Dauerhafte Verkürzung von Muskeln, Sehnen und Bändern mit bleibender Gelenkversteifung

Ursachen von Kontrakturen

  • Immobilität, Bettlägerigkeit
  • Inaktivität
  • Lähmung
  • Schonhaltung bei chronischen Schmerzen
  • Großflächige Narben

Ziele der Kontrakturprophylaxe

  • Sicherstellung und Erhaltung der Gelenkbeweglichkeit durch:
  • Aktive und passive Bewegungsübungen
  • Regelmäßiges umlagern der Gelenke

Maßnahmen der Kontrakturprophylaxe

  • Beobachtung der Bewegung, um eine beginnende Bewegungseinschränkung rechtzeitig zu erkennen.
  • Mobilisation, aktive und passive Bewegungsübungen
  • Lagern in physiologischer Mittelstellung und wechselnde Lagerung
  • Zusammenarbeit mit der physikalischen Abteilung
  • Ausreichende Schmerzmedikation
  • Verzicht auf Weichlagerung
  • Motivation zur Aktivität
  • Gezielter Einsatz von Hilfsmittel 

Sonntag, 6. Mai 2012

Inkontinenz




Inkontinenz-
form
Ursachen/Merkmale
Therapie
Pflege
Stress-
inkontinenz
(Belastungs-
inkontinenz)
Merkmale:
- verliert bei abdomineller Druckerhöhung unwillkürlich Urin
à körperliche Anstrengung beim Husten oder Pressen, Wechsel von Liegen und Stehen
Ursachen:
- Störung des Blasenverschlusses
bei der Frau :
- nach der Schwangerschaft à Senkung der Gebärmutter erhöht Druck auf Blase
- Östrogenmangel in der Menopause
beim Mann :
- zeitlich begrenzte postoperative Erscheinung nach Prostatektomie (Prostataentfernung)
- Gabe von Östrogenzäpfchen
- vaginale Elektrostimulation des Beckenbodens
- Blasentraining
-Beckenbodentraining
-Gewichtsre-
duktion hilft Beckenbodenmuskulatur zu entlasten
- Atemtechniken erlernen
- anstrengenden Bewegungen des Pat. vermeiden
Drang-
Inkontinenz
Merkmale:
- schon nach geringer Blasenfüllung starkes Harndranggefühl
Ursachen:
- Schädigung des zentralen Miktions- zentrums
à Entleerungsimpuls wird nicht gehemmt
- Harnwegsinfekte, Blasensteine, Kaffee- und Tabakkonsum
- medikamentöse Gabe von krampflösenden Mitteln
- Blasentraining
- Kaffee- und Tabakkonsum kontrollieren
- Entleerungsimpulse notieren und ggf. Ent-
leerungszeiten festlegen
Misch-
inkontinenz
Ursache:
- unfreiwilliger Harnverlust im Zusammenhang mit Harndrang und Belastung
- Blasentraining
-Beckenbodentraining
- siehe Stressinkontinenz
Inkontinenz bei chronischer Harn-
retention
Merkmale:
- unvollständige Blasenentleerung
- mit und ohne unfreiwilligen Harnverlust
Ursache:
- Tumor, Blasensteine, vergrößerte Blase
- verletztes Reflexzentrum im Rückenmark
- operative Entfernung oder medikamentöse Behandlung
- direkte Stimulation der Blase
- siehe allgeimes
Extra-
urethrale Inkontinenz
Merkmale:
- Harn fließt nicht nur über Harnröhre nach außen
- sondern auch in die Vagina, den Darm oder an die Hautoberfläche
Ursache:
- Harnblasen-/Harnleiter-Fistel
- Blasen-Darm-Fistel à Patient berichtet über Luftblasen im Urin beim Wasserlassen
- operative Entfernung der Fistel
- siehe allgemeines
Unkategori-
sierbare Inkontinenz
- unfreiwilliger, Urinverlust
- ist aufgrund seiner Symptome und Befunde nicht zuzuordnen

- siehe allgemeines



















































Therapie

Blasentraining

-          Form der Verhaltenstherapie, um falsche Ausscheidungsgewohnheiten zu korrigieren
-          Ziel: Blasenkapazität zu erhöhen, Fähigkeit den Harndrang zu unterdrücken, Ausscheidungsintervalle von 3-4 Sunden werden angestrebt
-          Individueller, zeitgebundener Ausscheidungsplan wird erstellt
-          Spürt Patient schon vorher ein Harndranggefühl à Pat. Setzt sich hin, atmet tief durch und versucht Miktion zu unterdrücken

Beckenbodentraining

-          Kann bei Stressinkontinenz medikamentöse Behandlung vermeiden

-          Ohne unterstützende Technik:

-          Pat. wird aufgefordert sich gedanklich sich Harntropfen vorzustellen und diesen durch leichte Anspannung des urethralen Sphinkters anzuhalten und loszulassen
-          Bei richtiger Anwendung erkennt man keine äußerliche Anspannung
-          Es gibt noch viele weitere Anwendungen

   -      Mit unterstützender Wirkung

-          Es werden Elektrostimulation, Biofeedback und Vaginalkonen eingesetzt
-          Elektrostimulation à Elektroden übertragen elektr. Reize auf Beckenbodenmuskulatur, dadurch wird diese trainiert
-          Biofeedback à misst elektrische Aktionspotentiale und gibt Rückmeldung über Erfolg
-          Vaginalkonen à mit kegelförmigen Gewichten soll das herausrutschen verhindert werden, indem die Beckenbodenmuskulatur angespannt wird

Direkte Stimulation

-          Triggern
-          Suprapubische Region wird wird mit den Fingern beklopft, solange bis Urin fließt
-          Hört Miktion auf wird wieder geklopft
-          Man benötigt viel Zeit und Ausdauer


Pflege - Allgemeines

Gewichtsreduktion à kann Stressinkontinenz günstig beeinflussen, da Gewicht vom Beckenboden genommen wird

Obstipationsprohylaxe à starkes Pressen bei der Defäkation erhöht den Druck auf den Beckenboden

Flüssigkeitszufuhr à bei Patienten die bewusst die Trinkmenge reduzieren (um weniger Harndrang zu haben) gehen Gefahr der Dehydration und stärker konzentrierten Urin ( der die Haut um den Genitalbereich schädigt ) ein. Die Patienten sollen immer viel trinken und ab 19 Uhr nicht mehr so viel (vor allem Patienten die nachts oft auf WC müssen)

Hautreinigung à regelmäßige Reinigung, Kontrolle des Inkontinenzmaterials

Hautpflege à auf Hautsituation achten und entsprechendes Pflegeprodukt nutzen

Schutz der Haut à Schutz vor Feuchtigkeit, fettfreie Creme/Salbe anwenden

Atemtechniken à bei Stressinkontinenz wird bei Belastungen Urin verloren (z.B. Gang auf die Toilette); mit bestimmten Atemtechniken kann der Harndrang unterdrückt werden



Freitag, 4. Mai 2012

Keuchhusten

Allgemeines


Keuchhusten (Pertussis) ist eine sehr ansteckende, bakterielle Infektionskrankheit, die meist als Kinderkrankheit auftritt und meist mit einer Entzündung der Atemwege und charakteristischen Hustenanfällen einhergeht und Immunität hinterlässt


Ursachen

  • Erreger ist ein sehr kleines, unbewegliches, grammnegatives, bekapseltes, aerobes Stäbchen (Bakterie)
  • Infektionsquelle ist der Mensch 
  • Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion 
  • Eintrittspforte liegt an der Schleimhaut der oberen Atemwege 
  • Erreger setzen beim Stoffwechsel Gifte (Endotoxine) frei 
  • Örtlich kommt es zu Entzündung vor allem des Kehlkopfes und der Luftröhre
  • Später Schleimbildung der Erreger eine starke Einengung der Atemwege mit tiefergehenden Entzündungen um die Bronchien
  • es kann sich eine Lungenentzündung ausbilden

Symptome

Inkubationszeit von ca. 7-14 Tagen


Stadien: 

1. Stadium catarrhale
  • grippeähnliche Symptome wie Schnupfen 
  • leichter Husten 
  • allgemeine Schwäche und mäßiges Fieber
2. Stadium convulsivum
  • sehr starke Husten tritt vor allem nachts auf mit Anfallsartigen Hustenstößen 
  • Husten geht häufig mit dem Hervorwürgen von zähem Schleim einher 
  • hörbares, ziehendes oder krähendes Einatmen 
  • glasiger Schleim durch Würgen oder Erbrechen 
  • Rötung und bläuliche Verfärbung mit Gedunsenheit des Gesichtes 
  • Blutungen an der Augenbindehaut, später auch aus der Nase, Schwellung der Halsvenen, Schweißausbruch
3. Statium decrementi
  • bronchitischen Genesungsstadium
  • allmähliches Abklingen des Hustens

Therapie

  • bei gesicherter Diagnose Antibiotika (Erythromycin oder anderes Makrolid, Cotrimazol) über 5-10 Tage.
  • Symptomatisch hustenreizstillende und beruhigende Medikamente 
  • Ruhige Umgebung, reichlich Flüssigkeit und häufig kleine Mahlzeiten können die Therapie wirksam unterstützen