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Dienstag, 17. April 2012

Mykoplasmen


Mykoplasmen

  • sind die kleinsten bekannten Bakterien
  • leben auf den Schleimhäuten des Menschen
  • verschiedene Mykoplasmen sind medizinisch bedeutsam:
    - primär atypische Lungenentzündung & Infektionen der oberen Atmungsorgane
    - Urogenitalinfektionen

Übertragung – Pneumonie

  • durch Mykobakterien

Krankheitsbild

  • innerhalb von 12 – 24 Stunden entwickelt sich schweres Krankheitsbild
    - hohes Fieber
    - Schüttelfrost
    - gleichzeitig tritt Husten auf
      nach einiger Zeit hustet Patient eitriges, gelbliches oder grünes Sputum aus
  • Blutbeimengungen färben den Auswurf rötlich – braun
  • Patient klagt über Dyspnoe & Schmerzen beim Atmen
  • AUFFALLEND: süßlich oder säuerlicher Mundgeruch
  • einigen Patienten atmen schnell & flach, Nasenflügel bewegt sich deutlich mit
  • erkrankte Brustkorbhälfte nimmt sichtbar weniger an Atmung teil
      SCHONATMUNG
  • manchmal sind Erkrankte zyanotisch
  • bei Perkussion der Lunge ist Klopfschall gedämpft, es sind Bronchialatmen & Rasselgeräusche auskultierbar

Diagnostik

  • zentrale Bedeutung ist Thoraxaufnahme
      flächige oder herdförmige Verschattungen

Komplikationen

  • respiratorische Insuffizienz & akutes Lungenversagen
  • eitrige Einschmelzung von Lungengewebe
  • Pleuraerguss & Pleuraempyem
  • Herzinsuffizienz
  • Kreislaufsymptome bis hin zum Schock
  • Thrombose

Bedeutung

  • fiebersenkende & schmerzstillende Arzneimittel
  • bei respiratorischer Insuffizienz erfolgt ggf. Sauerstofftherapie & Beatmung
  • Ziele:
    - Förderung der Lungenbelüftung, Sekretlösung & Sekretentleerung
    - Verbesserung des Allgemeinbefindens
    - erkennen & vermeiden von Komplikationen
    - Fiebersenkung

Meningokokken


Meningokokken

  • sind gramnegative Kokken
  • überleben nur kurze Zeit außerhalb des Körpers
Übertragung
  • sind bei ca. 15% der Bevölkerung im Nasen-Rachen-Raum nachweisbar
  • werden vorwiegend durch Tröpfcheninfektion übertragen
  • dringen vom Rachen aus ins Blut ein
Krankheitsbild

Meningokokken – Meningitis
  • nach wenigen Tagen Inkubationszeit setzt Krankheit hoch akut ein, evtl. vorherige Rachenentzündung
  • Patient zeigt typische Symptome:
    - hohes Fieber
- Kopfschmerzen
- Erbrechen
- Nackensteife

Meningokokken – Sepsis
  • tritt seltener auf, dafür jedoch sehr stark & extremer ausgebildet
  • typisch sind:
- massive Blutungen in die Haut & in die inneren Organe
  • Sonderform:
    - Waterhouse – Friderichsen – Syndrom
es kommt hierbei zusätzlich zu:
- Nebennierenversagen
- Verbrauchskoagulopathie
- rascher Tod nach wenigen Stunden

Bedeutung
  • aufgrund der schwere der Krankheitsbilder beginnt Behandlung sofort nach Liquor - &
    Blutkulturabnahme
  • Betroffene muss bis 24 Stunden nach Beginn der Antibiotikatherapie isoliert werden
  • Impfung gegen Meningokokken der Gruppe C wird für Kinder empfohlen
    - etwa 25% der invasiven Meningokokken – Erkrankungen in Deutschland

Staphylokokken


Staphylokokken (staphylococcus aureus)
-          
  •        Kugelförmiges, Gram-Positives Bakterium, oft in                                          Traubenform angeordnet
  •          Unbeweglich, bilden keine Sporen
  •          Größe: zwischen 0,8 und 1,2 µm
  •          Kommt überall in Natur vor, löst meist keine Krankheitssymptome aus
  •          Nur bei geschwächtem Immunsystem (z.B. bei Aids, oder Krebs)                  Ausbruch
  •          Übertragungsweg: Schmierinfektion, Selbstinfektion


Krankheitsbilder
  • Kann in vielen Formen auftreten und den Menschen noch zusätzlich schwächen
  • Hautinfektion: als Furunkel oder Karbunkel
  • Muskelerkrankungen -> eitergefüllte Abszesse in den Muskeln
  • Pneumonie
  • TSS
  • Sepsis


Kann Multiressistenzen gegen Antibiotika ausbilden, schwächt den Körper immer weiter, manchmal bis zum Tod.
  • MRSA = Multi-resistenter Staphylococcus aureus

Therapie 

  • kaum möglich, da Antibiotikaresistent


Vorbeugung
-          
  •         Isolierung der Pat. In Einzelzimmern
  •            Händedesinfektion
  •            Mundschutz
  •            Kittel
  •            Einweghandschuhe

Gonokokken


Gonokokken (Neisseria gonorrhoeae)
  • ist ein gramnegatives, bewegliches Bakterium
  • Auslöser der Gonorrhoe (syn. : Tripper)
  • Sind gegenüber Umwelteinflüssen z.B. Austrocknung sehr empfindlich
  • Ausbreitung: Ausschließlich durch infizierten Mensch (möglicherweise auch Haustier)
  • Häufigkeit: Gonorrhoe gilt als häufige Infektion, Infektionsgipfel im Erwachsenenalter, häufigste Geschlechtskrankheit
  • Gonorrhoe beim Mann: schmerzhafte Urethritis
  • Übertragung: meist als Schmierinfektion beim Geschlechtsverkehr, oder bei Neugeborenen durch vaginale Schmierinfektion bei der Geburt (Prophylaxe in Österreich: antibiotische Lösung als Augentropfen für Neugeborene)
  • Inkubationszeit bei Männern: ca. 2 – 5 Tage, bei Frauen bis zu 3 Wochen
  • Therapie: mit Antibiotika

Symptome


Beim Mann:
  • Entzündung des vorderen Harnröhrenabschnitts mit Austritt von Eiter
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Eventuell Entzündung der Vorhaut und der Eichel
  • Durch aufsteigende Infektion eventuell Prostata- und Nebenhodenentzündung mit starken Schmerzen, Fieber und ausgeprägtem Krankheitsgefühl
Bei der Frau:
  • Ausfluss aus der Scheide
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Bei aufsteigender Infektion Eierstockentzündung mit Schmerzen und Übelkeit infolge Bauchfellreizung
  • Bei weiterer Ausbreitung der Infektion Bauchfellentzündung



Streptokokken


Streptokokken (Streptococcus)

  •   Grampositive Bakterien, bevorzugt in Ketten angeordnet
  •  Durchmesser 0,5 – 2,0 µm
  •  Greifen Erythrozyten (rote Blutkörperchen) unter Abbau des  Hämaglobins an
  •  Rufen manigfaltige Erkrankungen hervor: Mandelentzündung (Tonsillitis), Impetigo(Eiterflechte),Wundrose (Erysipel), Lungenentzündung, Scharlach, Mittelohrentzündung,    Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Meningitis (Hirnhautentzündung), Endokarditis (Herzinnenhautentzündung) und eitrige Bindegewebsentzündungen (Phlegmone)
  •  Übertragung überwiegend durch Tröpfchen oder Schmierinfektion
  •  Therapie: Je nach Krankheitsbild (meist durch Antibiotika)
  •  Nutzen! :  Aus den Streptokokken wird Streptokinase gewonnen, welche bei der Fibrinolyse (körpereigener Abbau eines Thrombus) als Fibronolyseaktivator eingesetzt wird, und als Mittel zum Aufbau der Darmschleimhaut nach Antibiotikaeinnahme etc