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Inkontinenz-
form
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Ursachen/Merkmale
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Therapie
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Pflege
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Stress-
inkontinenz
(Belastungs-
inkontinenz)
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Merkmale:
- verliert bei abdomineller Druckerhöhung
unwillkürlich Urin
à körperliche Anstrengung beim Husten oder Pressen,
Wechsel von Liegen und Stehen
Ursachen:
- Störung des Blasenverschlusses
bei der Frau :
- nach der Schwangerschaft à Senkung der Gebärmutter erhöht Druck auf Blase
- Östrogenmangel in der Menopause
beim Mann :
- zeitlich begrenzte postoperative Erscheinung nach
Prostatektomie (Prostataentfernung)
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- Gabe von Östrogenzäpfchen
- vaginale Elektrostimulation des Beckenbodens
- Blasentraining
-Beckenbodentraining
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-Gewichtsre-
duktion hilft Beckenbodenmuskulatur zu entlasten
- Atemtechniken erlernen
- anstrengenden Bewegungen des Pat. vermeiden
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Drang-
Inkontinenz
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Merkmale:
- schon nach geringer Blasenfüllung starkes
Harndranggefühl
Ursachen:
- Schädigung des zentralen Miktions- zentrums
à Entleerungsimpuls wird nicht gehemmt
- Harnwegsinfekte, Blasensteine, Kaffee- und
Tabakkonsum
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- medikamentöse Gabe von krampflösenden Mitteln
- Blasentraining
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- Kaffee- und Tabakkonsum kontrollieren
- Entleerungsimpulse notieren und ggf. Ent-
leerungszeiten festlegen
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Misch-
inkontinenz
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Ursache:
- unfreiwilliger Harnverlust im Zusammenhang mit
Harndrang und Belastung
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- Blasentraining
-Beckenbodentraining
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- siehe Stressinkontinenz
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Inkontinenz bei chronischer Harn-
retention
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Merkmale:
- unvollständige Blasenentleerung
- mit und ohne unfreiwilligen Harnverlust
Ursache:
- Tumor, Blasensteine, vergrößerte Blase
- verletztes Reflexzentrum im Rückenmark
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- operative Entfernung oder medikamentöse Behandlung
- direkte Stimulation der Blase
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- siehe allgeimes
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Extra-
urethrale Inkontinenz
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Merkmale:
- Harn fließt nicht nur über Harnröhre nach außen
- sondern auch in die Vagina, den Darm oder an die
Hautoberfläche
Ursache:
- Harnblasen-/Harnleiter-Fistel
- Blasen-Darm-Fistel à Patient berichtet über Luftblasen im Urin beim
Wasserlassen
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- operative Entfernung der Fistel
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- siehe allgemeines
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Unkategori-
sierbare Inkontinenz
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- unfreiwilliger, Urinverlust
- ist aufgrund seiner Symptome und Befunde nicht
zuzuordnen
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- siehe allgemeines
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Therapie
Blasentraining
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Form der Verhaltenstherapie, um falsche
Ausscheidungsgewohnheiten zu korrigieren
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Ziel: Blasenkapazität zu erhöhen, Fähigkeit den
Harndrang zu unterdrücken, Ausscheidungsintervalle von 3-4 Sunden werden
angestrebt
-
Individueller, zeitgebundener Ausscheidungsplan
wird erstellt
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Spürt Patient schon vorher ein Harndranggefühl à
Pat. Setzt sich hin, atmet tief durch und versucht Miktion zu unterdrücken
Beckenbodentraining
-
Kann bei Stressinkontinenz medikamentöse
Behandlung vermeiden
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Ohne unterstützende Technik:
-
Pat. wird aufgefordert sich gedanklich sich
Harntropfen vorzustellen und diesen durch leichte Anspannung des urethralen
Sphinkters anzuhalten und loszulassen
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Bei richtiger Anwendung erkennt man keine
äußerliche Anspannung
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Es gibt noch viele weitere Anwendungen
- Mit unterstützender Wirkung
-
Es werden Elektrostimulation, Biofeedback und
Vaginalkonen eingesetzt
-
Elektrostimulation à Elektroden übertragen
elektr. Reize auf Beckenbodenmuskulatur, dadurch wird diese trainiert
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Biofeedback à misst elektrische Aktionspotentiale und gibt
Rückmeldung über Erfolg
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Vaginalkonen à mit kegelförmigen Gewichten soll das herausrutschen
verhindert werden, indem die Beckenbodenmuskulatur angespannt wird
Direkte Stimulation
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Triggern
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Suprapubische Region wird wird mit den Fingern
beklopft, solange bis Urin fließt
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Hört Miktion auf wird wieder geklopft
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Man benötigt viel Zeit und Ausdauer
Pflege - Allgemeines
Gewichtsreduktion à
kann Stressinkontinenz günstig beeinflussen, da Gewicht vom Beckenboden
genommen wird
Obstipationsprohylaxe à starkes Pressen bei der Defäkation erhöht den Druck
auf den Beckenboden
Flüssigkeitszufuhr à
bei Patienten die bewusst die Trinkmenge reduzieren (um weniger Harndrang zu
haben) gehen Gefahr der Dehydration und stärker konzentrierten Urin ( der die
Haut um den Genitalbereich schädigt ) ein. Die Patienten sollen immer viel trinken
und ab 19 Uhr nicht mehr so viel (vor allem Patienten die nachts oft auf WC
müssen)
Hautreinigung à
regelmäßige Reinigung, Kontrolle des Inkontinenzmaterials
Hautpflege à
auf Hautsituation achten und entsprechendes Pflegeprodukt nutzen
Schutz der Haut à
Schutz vor Feuchtigkeit, fettfreie Creme/Salbe anwenden
Atemtechniken à
bei Stressinkontinenz wird bei Belastungen Urin verloren (z.B. Gang auf die
Toilette); mit bestimmten Atemtechniken kann der Harndrang unterdrückt werden