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Freitag, 23. März 2012

Augenpflege


Allgemein

Die Augen werden schon beim täglichen Waschen (ohne Zusätze) gepflegt. Erst bei Problemen wie zu starker Tränenabsonderung und bei Entzündungen muss mehrmals täglich eine spezielle Pflege der Augen erfolgen;
Bei nicht ausreichender Tränenflüssigkeitsproduktion sowie ungenügendem oder fehlendem Lidschlag muss die Austrocknung des Augapfels verhindert werden.
Ziel ist es zu verhindern, dass die Hornhaut austrocknet und der Prophylaxe zur Infektionsverhinderung der Bindehaut.

Vorbereitung

Zur Augenpflege benötigt man zwei sterile Tupfer, ein Lösungsmittel, sterile Einmalhandschuhe und einen Abwurfbehälter.
Meistens wird jedoch die Augenpflege mit einem Waschlappen gleich bei der Körperwäsche mit erledigt.

Vorgehensweise

 - Bewohner informieren
 - Lagerung des Patienten hochlagern (Bett hochstellen), Kopf nach hinten 
    neigen lassen
 - Kompresse mit Lösungsmittel befeuchten
 - Augen schließen lassen
 - Lidränder vorsichtig von außen nach innen (zur Nase hin) reinigen
 - bei Bedarf Verkrustungen mit nasser Kompresse kurz anfeuchten
 - Augenlider mit trockener Kompresse nachreinigen
 - Überreste mit neuer Kompresse abtupfen – nicht reiben




Intimpflege


Durchführung

Einige allgemeine Grundsätze zur Durchführung der Intimpflege (männlich und weiblich):

-          Waschwasser, Handtuch und Waschlappen bei Körperpflege wechseln
-          Waschwasserzusatz nur auf Nachfrage benutzen
-          bei Grobverschmutzung oder Pilzerkrankung Einmalwaschlappen verwenden
-          Händedesinfektion beachten
-          Einmalhandschuhe anziehen
-          Handtuch unter das Gesäß legen
-          Streng auf die Einhaltung der Waschrichtung achten
-          Waschen des Gesäßes

Intimpflege der Frau

-          Beine anstellen und spreizen (lassen)
-          zuerst die großen, dann die kleinen Labien spreizen
-          Vaginaleingang säubern
-          Kleine (innere) Labien waschen und vorsichtig trockentupfen
-          Große (äußere) Labien waschen und abtrocknen
-          äußere Genitale mit Schambehaarung und die Leisten waschen und abtrocknen
-          Bewohnerin/Patientin zur Seite drehen
-          Gesäß waschen und abtrocknen
-          Anusregion vom Anus Richtung Kreuzbein, (von ventral zu dorsal) waschen und abtrocknen
-          Material / Wasser entfernen, erst dann die Handschuhe ausziehen!
Gesäß mit Hautpflegemittel eincremen und gut einmassieren (Dekubitusprophylaxe)
-          Intertrigoprophylaxe in der Leiste
-          Händedesinfektion bechten

Intimpflege des Mannes

-           Penis mit der Hand halten und die Vorhaut vorsichtig zurückziehen
-          angesammelten Belag (Smegma) hinter der Eichel mit feuchtem Waschlappen entfernen
-          Penis waschen
-          beides sofort abtrocknen
-          Vorhaut wieder vorschieben = Gefahr einer Paraphimose (Vorhautverengung)
-          Hodensack (Skrotum) mit der Hand anheben, waschen und gut abtrocknen
-          Patienten zur Seite drehen lassen
-          Gesäß waschen und abtrocknen
-          Anusregion vom Anus Richtung Kreuzbein waschen und abtrocknen
-          Gesäß mit Hautpflegemittel eincremen und gut einmassieren
-          Intertrigoprophylaxe in der Leiste, zwischen Penis und Skrotum, zwischen Skrotum und Oberschenkel
-          Händedesinfektion beachten

Körperpflege (allgemein)


Körperpflege 

Menschen empfinden Einschränkungen, wenn sie von einer fremden Person gewaschen oder gepflegt werden. Für den Patienten heißt meist ein Stückchen Freiheit zu verlieren, Abhängig zu sein und das Bewusstwerden, dass eine ernsthafte Krankheit hinter dieser Hilflosigkeit steckt.
Auch der Eingriff in die Intimsphäre ist ein großes Thema. Man sieht die entsprechende Nackt und total unverhüllt. Dies ist für beide Seiten (den Pflegenden und den zu Pflegenden) unangenehm; vor allem bei jüngeren Personen.

Kommunikation bei der Körperpflege

Die Körperpflege dient nicht nur der Reinigung und Pflege des Körpers, sondern auch der Möglichkeit der zwischenmenschlichen Kontaktaufnahme. Die Haut des Pflegenden und die Haut der zu Pflegenden Person stellen einen Kontakt untereinander her. Selbst bei Menschen, die für uns nicht sichtbar reagieren, kann eventuell durch die Vermittlung von sensiblen Reizen (Wärme, Kälte, Berührung, Vibration, Druck) oder von Gerüchen die Wahrnehmung der Umwelt gefördert werden. Auch bewusstlose Menschen sollen somit an der Kommunikation mit teilnehmen.