Antibiotikum
Unter einem Antibiotikum (Mehrzahl: Antibiotika) versteht man einen Stoff, der von Organismen gebildet wird und in der Lage ist, Mikroorganismen abzutöten oder in ihrer Vermehrungsfähigkeit zu beeinträchtigen.
Entdeckung
- die Entdeckung der Antibiotika geht auf die Beobachtung von Alexander Fleming zurück
- stellte fest, dass bestimmte Bakterien in der Umgebung von Schimmelpilzen nicht wachsen
Wirkung
Es werden drei Arten des Wirkungstyps unterschieden:
- die bakteriostatische (Hemmung des Bakterienwachstums),
- die bakterizide (Abtötung der Bakterien während ihrer Vermehrungsphase oder auch "ruhender" Bakterien) und
- die bakteriolytische (Abtötung der Bakterien durch Auflösen der Zellwand)
Antibiogramm
Da Bakterien eine Resistenz gegen Antibiotika bilden können ist es förderlich ein Antibiogramm zu erstellen. Dabei werden in mit Bakterien versehenden Petrischalen Antibiotika gegeben. Nach einiger Zeit erkennt man ob die Bakterien absterben (das Antibiotika anschlägt) oder nicht
Resistenzbildung
Durch unkontrollierten oder unsachgemäßen Gebrauch von Antibiotika in
den letzten Jahrzehnten konnten viele Keime Resistenzen ausbilden, also
unempfindlich auf Antibiotika werden. Ein Beispiel sind die
Betalactamase-Bildner, Keime, die den Betalactamring einiger Antibiotika
spalten und dadurch das Antibiotikum unwirksam machen können. Viele
dieser Resistenzen sind weitgehend bekannt, wie z.B. MRSA, ESBL, VRE. Der Gebrauch von Antibiotika muss streng indiziert sein und nach der bakteriologischen Diagnostik mittels Antibiogramm erfolgen. Fieber als einziges Symptom ist keine Begründung für eine Antibiotika-Therapie