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Dienstag, 17. April 2012

Antibiotikum



Antibiotikum


Unter einem Antibiotikum (Mehrzahl: Antibiotika) versteht man einen Stoff, der von Organismen gebildet wird und in der Lage ist, Mikroorganismen abzutöten oder in ihrer Vermehrungsfähigkeit zu beeinträchtigen.

Entdeckung

  • die Entdeckung der Antibiotika geht auf die Beobachtung von Alexander Fleming zurück
  • stellte fest, dass bestimmte Bakterien in der Umgebung von Schimmelpilzen nicht wachsen

Wirkung


Es werden drei Arten des Wirkungstyps unterschieden:
  • die bakteriostatische (Hemmung des Bakterienwachstums),
  • die bakterizide (Abtötung der Bakterien während ihrer Vermehrungsphase oder auch "ruhender" Bakterien) und
  • die bakteriolytische (Abtötung der Bakterien durch Auflösen der Zellwand) 


Antibiogramm


Da Bakterien eine Resistenz gegen Antibiotika  bilden können ist es förderlich ein Antibiogramm zu erstellen. Dabei werden in mit Bakterien versehenden Petrischalen Antibiotika gegeben. Nach einiger Zeit erkennt man ob die Bakterien absterben (das Antibiotika anschlägt) oder nicht



Resistenzbildung

Durch unkontrollierten oder unsachgemäßen Gebrauch von Antibiotika in den letzten Jahrzehnten konnten viele Keime Resistenzen ausbilden, also unempfindlich auf Antibiotika werden. Ein Beispiel sind die Betalactamase-Bildner, Keime, die den Betalactamring einiger Antibiotika spalten und dadurch das Antibiotikum unwirksam machen können. Viele dieser Resistenzen sind weitgehend bekannt, wie z.B. MRSA, ESBL, VRE. Der Gebrauch von Antibiotika muss streng indiziert sein und nach der bakteriologischen Diagnostik mittels Antibiogramm erfolgen. Fieber als einziges Symptom ist keine Begründung für eine Antibiotika-Therapie