Dienstag, 18. Dezember 2012

Atmung


Atmung

Die Atmung (auch Respiration - Einatmung = Inspiration, Ausatmung = Exspiration) ist ein Aspekt des Stoffwechsels. Im Gegensatz zum Austausch von (festen oder flüssigen) Nährstoffen und deren Abbauprodukte geht es dabei um die Aufnahme des zur Energieumwandlung notwendigen Gases Sauerstoff (O2) und die Ausscheidung des entsprechenden Stoffwechselproduktes Kohlendioxid (CO2)


Eigenschaften der Atmung

  • Atemtyp (Bauchatmung, Zwerchfellatmung, Mischatmung,Auxiliaratmung)
  • Atemfrequenz
  • Atemintensität
  • Atemrhythmus
  • Atemgeruch
  • Atemgeräusch
  • Dyspnoe

Physiologie


Die Zusammensetzung der Einatmungsluft ist:

  • Stickstoff 78%
  • Sauerstoff 21%
  • Edelgase 0.96%
  • Kohlendioxyd 0,04%
  • Wasserdampf
Die Zusammensetzung der Ausatmungsluft ist:

  • Stickstoff 78%
  • Sauerstoff 17%
  • Edelgase 0,96%
  • Kohlendioxyd 4,04%
  • H2O

Atmungsorgane


In der Reihenfolge der Einatmung:
  1. Nasenlöcher,
  2. Nasenrachen,
  3. Mund,
  4. Kehlkopf (Larynx),
  5. Trachea
  6. Bifurkation
  7. rechter und linker Hauptbronchus,
  8. Bronchien,
  9. Bronchiolen
  10. Alveolen

Hilfsmuskulatur



  • Intercostalmuskulatur,
  • Diaphragma
  • großer und kleine Brustmuskel
  • Hals- Bauch. Rückenmuskulatur

Äußere Atmung und innere Atmung


  • Die äußere Atmung meint die eigentliche Tätigkeit beim Einatmen mit Mund, Rachen und der Lunge: Ihre Bewegung (ausgeführt von der Atemhilfsmuskulatur) beim Ein- und Ausatmen und der dortige Gasaustausch per Diffusion in den Lungenbläschen (Alveolen).
  • die innere Atmung die biochemische Energieumwandlung (Oxidation) des Sauerstoffs in den Zellen. Der Sauerstoff wird mit dem Blut herantransportiert. Bei diesem Vorgang reagieren Nährstoffmoleküle in den Zellen mit O2 und setzen Energie frei. Als Abbauprodukt entsteht CO2, das nach dem Abtransportiert im Blut quasi als Abgas in die Ausatemluft "entsorgt" wird.

Atemfrequenz


  • Neugeborene: 40-45 Az/Min
  • Jugendliche/Kinder: 25-30 Az/Min
  • Erwachsene: 16-20 Az/Min

Atemgeräusch


  • Stridor: bedingt durch Verengungen der Luftwege
  • Schnarchen: dabei erschlafft die Muskulatur, die das Gaumensegel strafft und die Zunge fällt zurück 
  • Keuchen: bei körperlichen Belastung, Anstrengung
  • Rasseln: durch Sekret in der Trachea, Kehlkopf und Bronchien
  • Blubbern, brodelndes Atemgeräusch: Lungenödem
  • Pfeifen, Giemen: bei Asthma Brochiale; spastische Bronchitis


Atemgerüche

  • nach Früchten: Aceton, Koma diabeticum
  • nach Ammoniak: Niereninsuffizienz, urämisches Koma
  • jauchig faulig: Pneumonie, Lungengangrän, Bronchiektasen
  • nach Urin: ausgeprägte Niereninsuffizienz



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