Freitag, 23. März 2012

Thromboseprophylaxe

Allgemeines

Als Thrombose bezeichnet man den Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Gerinnsel bzw. einen Thrombus. Es wird zwischen arterieller oder venöser Thrombose unterschieden. Ein klassisches Beispiel ist die tiefe Beinvenenthrombose: die schlimmste Komplikation ist die Lungenembolie. Ein Thrombus kann ein Blutgefäß teilweise oder ganz verschließen. Dieser Zustand führt zur Unterversorgung des zu versorgenden Gewebes (Infarkt).

Virchow-Trias

Verlangsamter Blutstrom à durch Bettruhe, Lähmung, ruhigstellende Lagerungen, Schonhaltung, Flüssigkeitsmangel

Gefäßwandschäden à Schädigung der Gefäßinnenwand durch Verletzungen, Quetschungen, Operationen

Erhöhte Gerinnungsneigung à bei Vermehrung der Gerinnungsfaktoren beispielsweise nach großen Operationen, Verbrennungen

Wichtige Techniken der Thromboseprophylaxe

Lagerung
  •          Beine hochlagern Schaumstoffkissen
  •           Fußteile des Bettes erhöhen
  •           Beine nicht überkreuzen
  •           keine Abknickungen in Knie- und Hüftgelenk


Gymnastik
  •           Füße kreisen
  •           Füße heben und senken, Knie anziehen und strecken
  •           Beine aufstellen und strecken
  •           Anspannung der Wadenmuskulatur


Flüssigkeitszufuhr
  •          Patient auf die Notwendigkeit des Trinkens hinweisen (2 l. am Tag)
  •           kontinuierlich Trinken anbieten und ermöglichen


Anti-Thrombosestrümpfe
  •           Strümpfe müssen an den Patienten angepasst werden, geschieht durch vorheriges abmessen
  •           vor dem Anlegen sollen die Beine 20-30 Minuten hochgelagert werden, damit sie entstaut sind 
  •      tägliche Hautbeobachtung und Pflege des Beines
  •           alle 2 bis 3 Tage oder bei Verschmutzung sollen die Strümpfe gewechselt werden

Ausstreichen der Beine
  •           beim Waschen Beine Herzrichtung waschen (austreichen)





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