Dienstag, 24. April 2012

Pneumonieprophylaxe


Definition

  • Pneumonie = Lungenentzündung
  • Es handelt sich also um pflegerische und medizinische Maßnahmen, die vor allem bei bestehenden Risikofaktoren die Entstehung einer Lungenentzündung verhindern sollen.


Atemgymnastik

  • Patienten zum tiefen Atmen und zur Nasenatmung aktivieren 
  • 5-Minuten-Aktivierung: Mit Patient im Stehen "Äpfelpflücken" üben 
  • mit Hilfsmitteln: Luftballons aufpusten, Wattebausch/Tischtennisball über einen Tisch pusten, kleines Windrad blasen bis es sich dreht, Seifenblasen machen, Spezialgeräte aus Röhren und leichten Kugeln wie z.B. Mediflow®, Triflo®, Coach® 
  • Einüben von Atemtechniken:Bauchatmung (Hände auf den Bauch), Thoraxatmung (Hände seitlich), Flankenatmung (Hände in Nierengegend). Der Patient soll dabei zu den Händen hinatmen. 

Atmungsunterstützende Lagerung

  • Alle 1 bis 2 Stunden Lagewechsel zwischen links-rechts -> vermeidet Sekretfestsetzung 
  • Halbmondlagerung und/oder VATI-Lagerungen fördern die Belüftung beider Lungenflügel 
  • Oberkörper hoch lagern, Seitenlagerung (ermöglicht Sekretabfluß in große Bronchien) 
  • bei mobileren Patienten: Vergrößerung der Atemfläche durch den Kutschersitz 
  • Beachte: Die Lagerungen sollten den Patienten nicht überfordern!! 


Sekretlockerung

  • zum Aushusten auffordern 
  • durch Hochlagerung des Oberkörpers und Sitzen am Bettrand wird das Abhusten erleichtert. Dem Husten geht eine tiefe Inspiration (Einatmung) voraus. 
  • nach Abdominal- oder Thoraxoperation Abhusten unterstützen: flache Hand auf Operationswunde legen 
  • Tief einatmen, wenig ausatmen. 
  • Patient soll sich hinsetzen, 
  • Knie- Gesäßmuskeln anspannen, 
  • kurzes leichtes Hüsteln und dabei "HÜFF" sagen 
  • Sputum auffangen (Diagnostik und Hygiene), z.B. mit Taschentuch, Nierenschale, Sputumbecher


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